Project EXISTENZ 2.0 - Der Facbook-Mensch

EXISTENZ 2.0 - Der Facbook-Mensch

MultiMediaArt & MultiMediaTechnology, 2011
award

Über EXISTENZ 2.0 - Der Facbook-Mensch

Facebook zählt seit Jänner 2011 über 600 Millionen Mitglieder weltweit. Wäre Facebook ein Staat dann wäre es der 4. größte Staat nach China, Indien und den USA. Diese Mitglieder laden täglich 100 Millionen Bilder und 400.000 Videos hoch, ohne sich großartig Gedanken darüber zu machen mit wem sie diese eigentlich teilen. Hierbei entzündet sich die Debatte an zwei grundsätzlichen Punkten: Zum einen geht es um die Frage der Veröffentlichung von Privatem, zum anderen um die (damit einhergehende) ...

Facebook zählt seit Jänner 2011 über 600 Millionen Mitglieder weltweit. Wäre Facebook ein Staat dann wäre es der 4. größte Staat nach China, Indien und den USA. Diese Mitglieder laden täglich 100 Millionen Bilder und 400.000 Videos hoch, ohne sich großartig Gedanken darüber zu machen mit wem sie diese eigentlich teilen. Hierbei entzündet sich die Debatte an zwei grundsätzlichen Punkten: Zum einen geht es um die Frage der Veröffentlichung von Privatem, zum anderen um die (damit einhergehende) Preisgabe schützenswerter Daten. Denn die Texte, Bilder und Videos, die von den Usern ins Netz stellt werden, sind ja nicht nur für jeden einsehbar, sie sind auch ständig präsent und lassen sich zu einem Profil zurückverfolgen. Unser Team hat sich genau dieser Problematik angenommen und die Frage gestellt, wie sich diese Art der Selbstdarstellung wohl in Zukunft weiter spinnen wird. Da in unserem Team alle bei FB sind, bis auf einen, kam auch die Idee auf die Gruppe der nicht Facebook Mitglieder zu beleuchten. Während unseren Überlegungen sind wir eben auf einige bedenkliche Entwicklungen gestoßen. Wir erkannten, dass die Gesellschaft von Facebook stark über die Profile von anderen urteilt und über diese auf die Persönlichkeit von einzelnen Personen schließt. Ein Schubladendenken ist hier bei vielen vorherrschend, es wird sich kaum noch intensiv mit anderen auseinandergesetzt, sogar gute Freunde verschwinden im Gewirr der Status Meldungen. Wir wollten diese tatsächliche Entwicklung mit visuellen Mitteln darstellen (Film, Print), dabei wollen wir das Stilmittel der Übertreibung anwenden, um auf drastische Weise die Problematik aufzuzeigen. Bei der Plakatserie setzten wir auf ausdruckstarke Bilder die durch kurze Slogans „Facebook, also bin ich“ unterstützt werden (Personen auf deren nackter Haut persönliche infos, in Blau, aufgemalt sind). Der Video-Clip greift das Thema „Facebook Mitglieder VS den Rest“ auf, denn Subjektiv werden die nicht FB Mitglieder oftmals kaum noch wahrgenommen. FB User leben quasi in ihrer eigenen Welt in der Außenstehende, für sie unsichtbar sind. Zusammenfassend wollen wir einfach auf die unreflektierte Selbstdarstellung der Facebook Gemeinschaft aufmerksam machen und ihnen ihre Prostitution im Web kommunizieren.

Visuelle Eindrücke

facebook macht leute

Plakatserie Existenz 2.0
Plakatserie Existenz 2.0

ich facebook also bin ich

Plakatserie Existenz 2.0
Plakatserie Existenz 2.0

weißt du wer du bist?

Plakatserie Existenz 2.0
Plakatserie Existenz 2.0