Project Dreadful Thoughts

Dreadful Thoughts

MultiMediaArt, 2010

Über Dreadful Thoughts

Die Faszination des Horrors in Film und Game. Das schlimmste, das einer Film- bzw. Game-SchöpferIn mitunter passieren kann ist, dass die BetrachterIn in keinster Weise von deren Werk berührt wird. Sei es, dass sie diese zum Lachen bringen möchte, zum Nachdenken anregen will… oder zu schockieren und zu erschrecken vermag. Mit Letzterem beschäftigt sich die hier genannte Diplomarbeit. Die Faszination, welche das Horrorgenre ausübt und die beinhaltenden Elemente müssen analysiert, verglichen u...

Die Faszination des Horrors in Film und Game.

Das schlimmste, das einer Film- bzw. Game-SchöpferIn mitunter passieren kann ist, dass die BetrachterIn in keinster Weise von deren Werk berührt wird. Sei es, dass sie diese zum Lachen bringen möchte, zum Nachdenken anregen will… oder zu schockieren und zu erschrecken vermag. Mit Letzterem beschäftigt sich die hier genannte Diplomarbeit. Die Faszination, welche das Horrorgenre ausübt und die beinhaltenden Elemente müssen analysiert, verglichen und in Folge angewendet werden, um die damit verbundenen und gewünschten Emotionen in der RezipientIn hervorzurufen. Dabei ergeben sich Unterschiede zwischen den visuellen Medien Film und Videospiel, obwohl die fortschreitende technische Entwicklung sie einander anzunähern scheint. Diese Thesis wird sich also mit der Begriffsdefinition „Horror“ in der heutigen Zeit beschäftigen und die Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten zwischen den beiden visuellen Medien Film und Game untersuchen. Beweise für die in der Thesis erläuterten Punkte liefert hierfür mein Werk Dreadful Thoughts: Ein düsterer Zeichentrick-Kurzfilm, inspiriert vor allem durch das Survival Horror Game Silent Hill, für welches auch eine gleichnamige Filmadaption (2006, Sony Pictures Digital/Konami) existiert. In ästhetisch ansprechenden, schaurigen Bildern wird ohne Worte eine Geschichte der Furcht, des Entsetzens und der Beklemmung des Ausgeliefertseins vor dem Unausweichlichen erzählt. Zweidimensional und handgemacht – von A bis Z.

Werkbeschreibung

Bei meinem Werk Dreadful Thoughts handelt es sich um einen Zeichentrick-Kurzfifilm, der die Schlüsse, welche in der Thesis aufgezeigt wurden, unterstützen soll. Ohne vorneweg zu viel verraten zu wollen stellt die Geschichte in düsteren Bildern den abrupten Einbruch des Unheimlichen in die Welt des Protagonisten dar – wobei sich im Laufe des Geschehens herausstellt, dass ihm dieses Unheimliche nur allzu vertraut sein sollte. Ich war während der Konzeption und Produktion bemüht, in der kurzen Zeit so viele Erkenntnisse wie möglich aus der Thesis in das Werk zu übertragen. Das Endprodukt weist letztendlich Merkmale des Hitchcock‘schen Suspense auf, Splatter, die Freudsche Wandlung des Vertrauten ins Unheimliche sowie das Verbergen des absoluten Grauens im Schatten, wie es bei Lovecraft beispielsweise der Fall war.

Es war mir nicht genug, die Ergebnisse meiner Recherchen allein mit einer finalen Analyse von Film und Game zu beweisen und meine Diplomarbeitsthesis auf diese Weise abzurunden. Aus diesem Grund beschloss ich, selbst Hand anzulegen und kreierte einen knapp dreiminütigen Zeichentrick-Kurzfilm, der die kurze, aber schaurige Geschichte eines jungen Mannes erzählt, der eigentlich nur auf dem nächtlichen Nachhauseweg war... Dreadful Thoughts. Es war mir wichtig, so viele in meiner Thesis behandelte Themen in dieses Werk einfließen zu lassen wie in der kurzen Erzählzeit nur möglich war. Nicht zu vergessen war selbstverständlich, dass auch meine Produktionszeit Beschränkungen unterlag. Dass ich mich ausgerechnet für die Produktion eines 2D-Zeichentrickfilms entschied, hat für mich persönliche, sowie ausbildungstechnische Gründe: Durch die Übungen und Seminare im Fachbereich Animation geriet ich 2005 erstmals in Kontakt mit analogen Animationstechniken und es wuchs in mir die Faszination für den Zeichentrick aufs neue – diesmal nicht als Rezipientin, sondern als Produzentin. Es war ein unglaubliches Gefühl, zum ersten Mal zu sehen, wie Charaktere, die ich selbst entworfen hatte, sich plötzlich bewegen konnten und in gewisser Weise dadurch zum Leben erwachten. Ich hatte ihnen sozusagen das Laufen gelernt. Von da an war mir klar, dass mein erster Kurzfilm, Devil Of A Tango aus dem Jahr 2006, nicht der letzte war, den ich während meiner Ausbildung kreiert hatte. Die Magisterarbeit erschien mir hierfür als passende Gelegenheit, eine freie Arbeit ohne Einschränkungen und Rahmenbedingungen zu schaffen und meine Vorstellungskraft und Kreativität ein letztes Mal im Zuge meiner Ausbildung voll auszureizen.


Projekttags

Visuelle Eindrücke