Kommunikation Mediologie und Interaktion. Das CD-Cover als interaktives Medium der Kommunikation.
MultiMediaArt
Die CD als physischer Träger der Musik hat ihren Zenit überschritten und die Musikindustrie befindet sich durch schwindende Absatzzahlen dieses Trägers in der Krise. Durch die Kommerzialisierung des Internet und der Erfindung des MP3, ist ein Kulturwandel vonstatten gegangen, welchen die Musikindustrie ignoriert hat. Die Kultur passt sich neuen Medien an. Bevor diese Medien allerdings theoretisiert werden können, beschäftigt sich diese Arbeit mit dem Grundgedanken der Musik – der Kommunikation. Der Mensch ist der zentrale Bestandteil der Musik, unabhängig von ihrem Träger. Es entspricht der menschlichen Natur zu kommunizieren und in einen Austausch zu treten. Um die Kommunikation in einen geisteswissenschaftlichen Kontext zu analysieren, bedarf es den Theorien von Vilém Flusser und Michael Foucault, deren Ausarbeitungen sich vor allem mit Diskurs und Dialog beschäftigen. Diese Kommunikationsstrukturen werden von Peter Janich unterstützt, der davor warnt, den Begriff der Information – welcher zentraler Bestandteil der Kommunikation ist – zu technologisieren. Aufgrund dieser philosophischen Ansätze der Kommunikation beginnt das Medium – der Träger der Information – an Wichtigkeit zu gewinnen. Frank Hartmann bezeichnet diese Entwicklung in der Kommunikation als Mediologie. In der Medienlandschaft kommuniziert der Mensch nicht mehr von Angesicht zu Angesicht, sondern bedient sich den Eigenschaften eines Mediums, über das Information verteilt wird. Regis Debray theoretisiert nicht allein das Medium, sondern den Effekt, den das Medium beim Menschen auslöst. Somit ergibt sich eine Brücke zur Interaktion, welche die Wirkung zwischen Medium und Mensch zur Kommunikation thematisiert. Michael Jäckel beschreibt die Interaktion als Aktion eines Menschen, die eine Reaktion eines anderen Menschen hervorruft, wobei die physische Anwesenheit eines Kommunikationspartners nicht zwingend notwendig ist. Interaktion passiert auch zwischen Medium und Mensch. Der Begriff Interaktion kann aber nicht generalisiert werden. Marshall McLuhans Theorie der Mediologie lässt alles als Medium erscheinen. Diese Gefahr besteht auch beim Begriff der Interaktion, was Lutz Goertz dazu veranlasst, einen Interaktionsindex zu erstellen, in dem das Medium aufgrund seiner Eigenschaften klassifiziert wird. Der Grad der Innovationstechnik wird allerdings nicht miteinbezogen und lässt somit einen Spielraum für neue Ideen, bezogen auf vorhandene Medien. Dieser Aspekt wird in dieser Arbeit auf die Verpackung der CD – das CD-Cover – angewandt, welches den Menschen zur Interaktion und Kommunikation durch das Medium einlädt. Text ausblenden
Die CD als physischer Träger der Musik hat ihren Zenit überschritten und die Musikindustrie befindet sich durch schwindende Absatzzahlen dieses Trägers in der Krise. Durch die Kommerzialisierung des Internet und der Erfindung des MP3, ist ein Kulturwandel vonstatten gegangen, welchen die Musikindustrie ignoriert hat. Die Kultur passt sich neuen Medien an. Bevor diese Medien allerdings theoretisiert werden können, beschäftigt sich diese Arbeit mit dem Grundgedanken der Musik – der Kommunikation. Der Mensch ist der zentrale Bestandteil der Musik, unabhängig von ihrem Träger. Es entspricht der menschlichen Natur zu kommunizieren und in einen Austausch zu treten. Um die Kommunikation in einen geisteswissenschaftlichen Kontext zu analysieren,...
Team
Stefan Salcher
MMA Diplom 2004
Aufgaben: Konzept
Michael Manfé
Mitarbeiter
Aufgaben: Betreuung
Markus Hanzer
Externer Mitarbeiter
Aufgaben: Betreuung
Tags
Grafik Design Diplom Konzept
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