Das Urbild - Basis visueller Komposition
MultiMediaArt

Kurzfassung:

Die Forschungsfrage der Arbeit lautet: Welches sind das Wirkungsumfeld und die Merkmale des Urbildes, und welche Einsicht bringt das Wissen um diese hinsichtlich der Erstellung intensiver visueller Botschaften?

Um den Urbildkompositionen, welche gänzlich durch den menschlichen Geist und die Vorstellungskraft erzeugt werden und in verschiedenster medialer Form wiedergegeben werden können, auf den Grund zu spüren betrachtet diese Arbeit verschiedene psychologische Phänomene und deren Verbindung zwischen Sinn und Bild. Namentlich finden sich Untersuchungen zur Traumdeutung Freuds, zu den Archetypen Jungs, zum Mythosbegriff von Barthes sowie zu den Positionen des Surrealisten André Breton. Die Gegenüberstellung von Traum, Archetypen und Mythosbildung ergibt, dass unser waches Denken von einer „bildhaften Sprache des Unbewussten“ begleitet wird, die als verdichteter Bedeutungsstrom die Basis unseres Denkens bildet, was im Gegensatz zur Theorie der „Surrealität“ steht. Die bildhafte Sprache des Unbewussten ist der Ursprung des Urbildes. Das Codieren in archetypischer Form ist nicht möglich da der Archetypus ein seelisches Organ darstellt das sich mithilfe von individuellem Füllmaterial manifestiert. Es ist aber durchaus möglich durch motivbewusstes Arbeiten und ein offenes Auge für archetypische Strukturen, individuelles Füllmaterial zu sammeln, aus dem archetypenartige Urbilder erzeugt werden können. Das Schaffen von Leerräumen in Stil oder Bildkomposition lässt der betrachtenden Person Platz für die Erkenntnis eines Sinns, wodurch eine stärkere Wirkung der gesendeten Botschaft erzielt wird. Je verschiedener das Grundmaterial und je größer die Leerräume sind desto stärker ist die Wirkung, da für den Automatismus des Sinnerkennens mehr Füllmaterial der betrachtenden Person

Werk:

Das Werkstück besteht aus dem mit „Urbild Reigen“ betitelten Werkkonzept sowie der Umsetzung dessen Teilbildes „B“ als 3D-Animation. Das Werkkonzept basiert auf den in der Thesis behandelten Theorien; es soll die in der Thesis aufgeworfene Forschungsfrage auch durch ein praktisches Werk beantworten. Die Grundidee des „Urbild Reigens“ ist, Teilbilder traumhaften oder archetypischen Charakters aneinander zu reihen um zu beobachten, welchen übergeordneten Sinn die betrachtende Person erstellt. Anhand der ausgewählten Teilbilder werden die Urbildcharakteristika an konkreten Beispielen überprüft. Durch die Aneinanderreihung der Teilbilder, bei der ein übergeordneter Sinn entsteht, wird die Mythosbildung experimentell überprüft.

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Kurzfassung:

Die Forschungsfrage der Arbeit lautet: Welches sind das Wirkungsumfeld und die Merkmale des Urbildes, und welche Einsicht bringt das Wissen um diese hinsichtlich der Erstellung intensiver visueller Botschaften?

Um den Urbildkompositionen, welche gänzlich durch den menschlichen Geist und die Vorstellungskraft erzeugt werden und in verschiedenster medialer Form wiedergegeben werden können, auf den Grund zu spüren betrachtet diese Arbeit verschiedene psychologische Phänomene und deren Verbindung zwischen Sinn und Bild. Namentlich finden sich Untersuchungen zur Traumdeutung Freuds, zu den Archetypen Jungs, zum Mythosbegriff von Barthes sowie zu den Positionen des Surrealisten André Breton. Die Gegenüberstellung von Traum,...

Team
Martin Lorenz
MMA Diplom 2004
Aufgaben: Konzept
Thomas Rohrauer
MMA Diplom 2004
Aufgaben: Sounddesign
Harald Zlattinger
MMA Diplom 2004
Aufgaben: Rigging
Michael Manfé
Mitarbeiter
Aufgaben: Betreuung
Claudia Rohrmoser
Externe Mitarbeiterin, MMA Diplom 1996
Aufgaben: Betreuung
Links & Downloads
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Tags
Film Animation Computer-Animation Audiovisualistik Konzept Comic
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